Zu Besuch beim DFV: MFV Expositions stellt Konzept für die FranchiseExpo vor

Zu Besuch beim DFV: MFV Expositions stellt Konzept für die FranchiseExpo vor
Thomas Austermann
Fr, 08.06.2018 - 18:51

Beim Franchise-Forum des Deutschen Franchiseverbandes (DFV) in Berlin präsentierte MFV Expositions sein Konzept für die FranchiseExpo 2018 in Frankfurt. Der weltweit führende Anbieter von Franchisemessen bringt die Welt des Franchisings erstmalig nach Deutschland – vom 27. bis 29. September.

„Deutschland ist die stärkste Wirtschaftskraft in Europa, daher verdient das Land auch eine erstklassige, internationale Franchisemesse“, sagte der angreiste Tom Portesy, CEO von MFV. Gestärkt von dem überragenden Messe-Event in New York mit über 460 Ausstellern und 15.000 Fachbesuchern glaubt Portesy an den Erfolg hierzulande. Die Systeme seien bereit, „alles zu geben, damit wir das deutsche Publikum erreichen“.

Torben L. Brodersen (l.), Tom Portesy, Berlin 2018

Werbung für die FranchiseExpo: Torben Leif Brodersen, DFV-Geschäftsführer (l.), und Tom Portesy, CEO von MFV.

Messe fast ausgebucht

An die 100 Franchise-Marken haben sich in das MFV-Auftragsbuch bereits eingetragen, darunter allein 20 Brands aus den Vereinigten Staaten wie McDonald's, Subway, Rainbow International. Dazu stellen US-Newcomer wie Action Coach, Cartridge World (mit über 600 Standorten in 30 Ländern), Chem Dry, Crepes Delicious, Franchise Dynamics (mit Submarken wie Rib Shack), Papa John’s, Snap Fitness, UFG (United Franchise Group) oder Wayback Burgers aus.

Portesy rechnet für die Pilotmesse mit etwa 2.500 Besuchern. Matthias Lehner, Vizepräsident des DFV und CEO von Bodystreet, freut sich als Aussteller schon, in Frankfurt franchiseaffine Besucher wie bestehende Franchisepartner als „Rolemodels“ zu begrüßen und setzt seinerseits auch sehr auf den durch MFV eingebrachten internationalen Spirit.

Trends im Franchising

Auch Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des DFV, ist überzeugt, dass „neue Energie freigesetzt wird durch Multi-Brand-Strategien (ein Unternehmen verfügt über mehrere Marken) und Social-Franchising“. Interessant ist auch, dass in der Zielgruppendefinition neuer Franchisepartner bestehende Unternehmer mit einem Viertel eine immer größere Rolle spielen. Begünstigt durch eine Welle von Unternehmensnachfolgern und Systemwechslern täte sich damit eine neue Dimension im Franchising auf.

Neben der Dienstleistung, die vor der Gastronomie und dem Handel liegt, habe das Handwerk weiteres Potenzial für die Entwicklung neuer Franchisesysteme. Nadine Brenner von Rainbow International ergänzte, dass die Franchise-Systeme nicht nur durch Quereinsteiger wachsen, sondern auch bestehende Franchisepartner immer öfter dazu tendieren, weitere Standorte zu eröffnen (Multi-Unit-Franchising).

Selbstständigkeit gewinnt an Bedeutung

Nach der aktuellen Studie des Deutschen Franchiseverbandes erwirtschafteten im Jahr 2017 in Deutschland etwa 162.000 Franchisenehmer in 985 Franchise-Systemen einen Gesamtumsatz von rund 112 Milliarden Euro. Insgesamt soll die Gründer-Branche mehr als 700.000 Menschen in Teilzeit und Vollzeit beschäftigen. Die Selbstständigkeit gewinnt auch in konjunkturell guten Zeiten an Bedeutung, da sie ein Instrument zur Selbstverwirklichung sei, so Verbands-Vize Lehner.

„Mach dein eigenes Ding“

Der „Sharing Spirt“ in der wachsenden Gründerszene befeuert dabei das Franchising, da hier zwei Partner einen Pakt für eine Win-Win-Situation im Business schließen und – je nach Systemgröße viele Partner am gemeinsamen Erfolg arbeiten.

Eben dies erfüllt die Erwartungen der „Generation Why“ wie Matthias Lehner betonte, die jetzt in die Selbständigkeit drängen, um ihr „eigenes Ding“ im Verbund mit anderen zu machen. So auch das Keyword in der Kampagne zur anstehenden Franchise-Expo, die erfolgreiche Franchise-Nehmer in den Fokus der Kommunikation rückt. Mit ihrem Slogan: „Mein Leben hat sich verändert!“

08.06.2018
Autor: 
Thomas Austermann