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Franchise | Studie der Duden Institute zum „Stressfaktor Hausaufgaben“

Franchise | Studie der Duden Institute zum „Stressfaktor Hausaufgaben“
Thomas Austermann
Mi, 27.03.2019 - 17:40

Hausaufgaben sind ein häufiges Streitthema in Familien. Gerade für Kinder mit Lernschwierigkeiten – wie einer Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Rechenschwäche – und ihre Familien stellen Hausaufgaben eine starke Belastung dar. Diese begründet sich vor allem in dem hohen zeitlichen Aufwand sowie in dem Unterstützungsbedarf der betroffenen Kinder.

Zu diesem Ergebnis kommt die „HaLFa-Studie” (HaLFa= Hausaufgaben, Lernschwierigkeiten und familiäre Belastungen) der Duden Institute für Lerntherapie. Im Rahmen der Untersuchung wurden Eltern, deren Kinder eine integrative Lerntherapie zur Überwindung ihrer LRS und/oder Rechenschwäche erhielten, zur Hausaufgabenthematik befragt.

Die Ergebnisse:

  • In rund 75 % der Familien nehmen die Hausaufgaben mehr als 30 min, in rund 25 % der Familien mehr als 60 min in Anspruch. Gerade jüngere Kinder mit einer LRS und/oder Rechenschwäche benötigen deutlich mehr Zeit für die Hausaufgaben als schulrechtlich in einzelnen Bundesländern vorgeben ist bzw. von Expert/innen empfohlen wird.
  • 58 % der Kinder mit einer LRS und/oder Rechenschwäche brauchen oft oder immer Unterstützung bei den Hausaufgaben, die weit überwiegend von den Eltern geleistet wird.
  • Rund 64 % der in die Untersuchung einbezogenen Eltern schätzen die Belastung ihrer Familie durch die Hausaufgabensituation als „stark“ oder „sehr stark“ ein.
  • Diese erhöhte Belastung steht statistisch in engem Zusammenhang mit einem hohen zeitlichen Umfang der Hausaufgaben und der Notwendigkeit, Kinder bei den Hausaufgaben häufig oder ständig zu unterstützen. Dabei ist davon auszugehen, dass sich die einzelnen Variablen gegenseitig beeinflussen.

Dr. Lorenz Huck, einer der Autoren der HaLFa-Studie, sieht eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten als Schlüssel zur Verbesserung dieser Situation: „Kinder und Eltern laufen Gefahr, durch die wiederkehrende Überforderung in anhaltenden Stress zu geraten. Vertrauensvolle Kommunikation und enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrkraft und Lerntherapeut/-in ist dann besonders wichtig. Diese erleichtert es, angemessene Aufgaben zu stellen, die vom Kind selbstständig, in überschaubarer Zeit und mit Erfolg erledigt werden können.“

Thema beim Bundeskongress

Weitere Ergebnisse der HaLFa-Studie werden im Rahmen des Bundeskongresses „Lerntherapie und inklusive Schule“ am 6. April 2019 in Berlin vorgestellt. Zu dem Kongress für  Fachpublikum werden rund 400 Lehrkräfte, Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten, Wissenschaftler/-innen sowie Verantwortliche aus der Politik sowie der Jugend- und Schulverwaltung erwartet.

27.03.2019
Autor: 
Thomas Austermann